aktuelles Programm

Ausstellung und Veranstaltungen
vom 26. August bis zum 17. November 2016

FRANZ MEHRING (1846-1919)

Franz Mehring (1846-1919) war einer der bedeutendsten Intellektuellen in der SPD vor dem Ersten Weltkrieg. Im heutigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird er dreimal geehrt: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden der Belle-Alliance-Platz und die Belle-Alliance-Straße im damaligen Bezirk Kreuzberg nach ihm benannt. 1972 erhielt der Küstriner Platz in Friedrichshain anlässlich der Einweihung des Druck-und Redaktionsgebäudes der Zeitung „Neues Deutschland“ den Namen Franz-Mehring-Platz.

Mehring stand als bekannter linksliberaler Journalist der sozialistischen Arbeiterbewegung  zunächst kritisch gegenüber. Seine Auseinandersetzung mit den Ideen von Karl Marx machte ihn jedoch schließlich zu einem überzeugten Marxisten und Sozialisten, der unter Mitarbeit von Rosa Luxemburg nicht nur die erste Karl-Marx-Biografie verfasste, sondern auch mit weiteren historischen Werken die Grundlage einer an den von Karl Marx entwickelten Methoden orientierten Geschichtswissenschaft schuf. Der Kriegsgegner Franz Mehring gehörte 1916 mit Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Clara Zetkin zu den Gründern der „Spartakusgruppe“ und im Dezember 1918 zu den Mitbegründern der KPD. Die von Werner Ruch erstellte Ausstellung erinnert an Franz Mehring.

Veranstaltungen

  • Do
    06
    Okt
    2016

    Rudolf Franz - Ein Freund von Franz Mehring

    19:30

    Gerhard Engel stellt seine Biografie über den sozialistischen Satiriker vor und liest aus dessen besten satirischen Schriften.

  • Do
    13
    Okt
    2016

    Der Untertan

    19:30

    Film von Wolfgang Staudte nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann, DDR 1951, 104 Min.

  • Do
    20
    Okt
    2016

    "Schwarzbuch" zur Aufrüstung und Einsatzorientierung der Bundeswehr

    19:30

    Deutsche Rüstungspolitik heute. Vorgestellt von Christine Buchholz, MdB, Sprecherin für Verteidigungspolitik der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag

  • Do
    27
    Okt
    2016

    Jutta Limbach: "Wahre Hyänen"

    19:30

    Pauline Staegemann und ihr Kampf um die politische Macht der Frauen. Claudia v. Gélieu stellt das Buch der kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts über deren Urgroßmutter vor.

  • Do
    03
    Nov
    2016

    "Erst wenn wir wieder Frieden haben ..."

    19:30

    Briefe von Clara Zetkin aus dem Ersten Weltkrieg. Lesung von Marga Voigt

  • Do
    10
    Nov
    2016

    Franz Mehring versus Maximilian Harden

    19:30

    Was kann, was darf Skandaljournalismus? Ein Vortrag von Henning Holsten.

    Franz Mehring und Maximilian Harden zählten zu den einflußreichsten kritischen Publizisten ihrer Zeit. 1890 vollzogen beide gemeinsam ihren Bruch mit der freisinnigen Berliner Presse durch den Lindau-Skandal. Doch während Mehring ins Lager der sozialistischen Parteipresse wechselte, gründete Harden mit der Zukunft seine eigene, von allen Parteien unabhängige Zeitschrift. Aus den ehemaligen Kampfgenossen wurden erbitterte Feinde.

    In ihrem sehr persönlich und polemisch geführten jahrelangen Streit ging es auch um grundsätzliche Fragen: Was unterscheidet proletarischen vom bürgerlichen Journalismus? Welche Wirkung kann die Skandalisierung von politischen Mißständen erzielen? Rechtfertigt der sensationelle Erfolg jedes publizistische Mittel?

     

  • Do
    17
    Nov
    2016

    Der Rixdorfer Bierstreik 1894

    19:30

    Vortrag von Werner Ruch

Die GALERIE OLGA BENARIO ist an den Veranstaltungstagen ab 19 Uhr sowie auf Anfrage geöffnet. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag zwischen 15 und 19 Uhr kann auch nebenan in der Biografischen Bibliothek angefragt werden. Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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